Der heilige Brunnen

Der Komplex umfasst einen heiligen Brunnen, um den ein Gebäude in opus isodomum Struktur und mehrere Hütten, welche in den darauffolgenden Zeiten gebaut wurden, stehen. Der Tempel des Brunnens besteht aus einem kreisförmigen Raum, begehbar über eine Leiter die nach Westen gerichtet ist, nach dem architektonischen Muster für diese Art von Denkmälern; das Gebäude verfügt jedoch nicht über ein Vestibulum, welches normalerweise vor dem Treppenhaus zu finden ist. Der Raum des Brunnens (Durchmesser 2 m), ursprünglich bedeckt nach "Tholos"-Art und heute unbedeckt (Maximale Höhe 4,40 m), ist in den Fels gehauen und weist einen leicht konkaven und eher unregelmäßigen Boden auf. Die Treppe führt mit vierzehn Stufen, von denen elf mit Kalksteinplatten gebaut wurden und die letzten drei in den Fels gehauen wurden, in den Raum hinunter. Der Raum, heutzutage ohne eine Bedeckung, folgt einer halbkreisförmigen, für diese Art von Gebäude ungewöhnlichen Bewegung. Etwa sieben Meter vom Brunnen entfernt, befindet sich die Konstruktion in opus isodomum. Das Gebäude, von dem nur noch eine Reihe erhalten ist, hat einen großen kreisförmigen Raum (Durchmesser 6 m), von dem aus ein gespreizter Korridor abzweigt (9 m Länge). Es ist schwer zu bestimmen was die Funktion des Gebäudes gewesen sein könnte.
Zwischen den beiden wichtigsten Sehenswürdigkeiten, befindet sich ein zylinderförmiger Kalkstein-Monolith (Durchmesser 0,80 m und 0,55 m hoch), ohne den oberen Teil jedoch und er ist vielleicht als Altar interpretierbar. Eine letzte Struktur befindet sich am südöstlichen Rande der archäologischen Stätte: es handelt sich um eine Zisterne die in den Fels gehauen wurde und im Mittelalter vielleicht wieder verwendet wurde, wie auch andere Konstruktionen welche sich über den ausgegrabenen Bereich hinaus erstrecken und die komplexe Gliederung und Erweiterung der Ausgrabungsstätte dokumentieren.

Die Ausgrabungsstätte ist von der neueren Bronzezeit bis zur ersten Eisenzeit datiert. In dieser Stätte wurden viele Artefakte und zahlreiche Bronzen, vor allem rund um den Monolithen, gefunden, die sich nun im Museum Sanna in Sassari befinden. Darunter ein Modell von Nuraghen mit vier Türmen und ein Stammesführer, bewaffnet mit einem Speer und einem Widder oder Mufflons an der Leine, Knochen der geopferten Tiere und Materialien aus der römischen Zeit, die einen Langzeiteinsatz dieser Stätte bezeugen. 

Die archäologische Stätte wurde 1985-1988 von Daniela Rovina ausgegraben.

Anreise: Von Sorso folgen Sie der Beschilderung zur Quelle der Billellera. Bei der Quelle angekommen, fahren Sie noch 500 Meter weiter, bis Sie an einer Gabelung ankommen, halten Sie sich links und fahren Sie auf der Feldstraße weiter. Fahren Sie für ca. 1 km und biegen Sie dann nach rechts ab, fahren Sie noch 300 Meter, bis Sie an der Ausgrabungsstätte angekommen sind, welche sich auf Ihrer rechten Seite befinden wird. Sie ist leicht zu erkennen weil sie komplett eingezäunt ist.