Sorso

Nördlich von Sassari, etwa zehn Kilometer von der Hauptstadt, inmitten einer Ansammlung von Olivenhainen und Weinbergen, liegt die Gemeinde Sorso, Teil des nordwestlichen Gebiets von Sassari. Das Dorf befindet sich nur wenige Minuten vom Meer entfernt und der Küstenstrich ist sandig und reich an Dünen, mit einer dichten Vegetation von Kiefern, Wacholder und Zwergpalmen; darüber hinaus gibt es den Teich von Platamona, reich an seltenen Vogelarten. Die weitläufige Marina di Sorso mit ihren weißen Sandstränden ist viel besucht. Die Ursprünge von Sorso sind antik: in der prähistorischen und nuraghischen Epoche war das Gebiet mit Sicherheit bewohnt gewesen, wie es die zahlreichen archäologischen Stätten von großem Interesse und die Ruinen mehrerer Nuraghe, sowie der heilige Brunnen von Serra Niedda, belegen. Aus der Römerzeit stammt die Villa "Santa Filiddiga", nahe des Meeres gelegen, die auch in der vandalischen und byzantinischen Epoche bewohnt war. In der Zeit der Herrschaft der Giudicati wurde das Land Teil des Giudicats von Torres. Das historische Zentrum von Sorso, mit seinem mittelalterlichen Grundriss, wird Bicocca genannt und unterteilt sich in Höfe mit Wohnhäusern aus einfacher Architektur, gebaut aus kalkreichem Tuffstein aus den Steinbrüchen der Gegend. Am Ende der Hauptstraße, Corso Vittorio Emanuele, befindet sich die Pfarrkirche von San Pantaleo, die dem Schutzpatron des Dorfes gewidmet ist und im Jahre 1836 errichtet wurde.

Ein guter Zeitpunkt um Sorso zu besichtigen ist der 26. Mai, an welchem sich eine wichtige religiöse Zeremonie zu Ehren der Heiligen Jungfrau von Noli Me Tollere abspielt. Dieses Fest ist zu einem Teil ländlich und zum anderen Teil städtisch. Es wird das wundertätige Simulacrum gefeiert, welches laut Volkstradition aus einer Kirche verschwand, wo es in der Innenstadt platziert war, um dann an dem Ort, wo heute die Kapelle steht, welche der Heiligen Jungfrau gewidmet ist, wieder zu erscheinen. In einen Marmorstein, unter den Füßen des Simulacrums, war „Noli me tollere“ (bewegt mich nicht) geschrieben als man es wieder fand. Im Jahre 2008 wiederkehrte der achthundertste Jahrestag der Erscheinung.

Eine der typischen Besonderheiten von Sorso ist seine Sprache. Das Dorf kennzeichnet sich in der Tat, im Gegensatz zu den umliegenden Dörfern, durch die originelle Art zu sprechen seiner Bewohner aus. Der Dialekt hat eine Sprachstruktur, die sich aus dem gemischten Logudorese mit nicht-sardischen Elementen und korsischen Einflüssen ableitet. Es handelt sich um eine Mischung der sardischen, toskanischen und genuesischen Sprecharten. Unter den Köstlichkeiten der Produktion von Sorso sind definitiv erlesene Weine, vom Vermentino bis zum Moscato und Cannonau, das Olivenöl und die exquisiten traditionellen Süßigkeiten wie "Papassini" und "Li cozzuli di Saba". Sorso ist auch der Geburtsort von Salvatore Farina, berühmter Schriftsteller und einer der Gründer des Corriere della Sera.

Den Strand von Marina di Sorso kann man als einen der schönsten Strände in der Umgebung ansehen. Das kristallklare Wasser, der Sand bestehend aus feinen weißen Sandkörnern und die natürliche Vegetation (Wacholder, Disteln, Zwergpalmen und Seelilien) machen diesen Küstenfleck zu einem der beliebtesten dieser Region. Der sehr weitläufige Strand geht in den von Platamona über und wird von einem tiefblauen Meer umspült. Er ist auch sehr beliebt weil er dank der zahlreichen kammartig angelegten Eingänge, die von der Hauptstraße herführen, leicht zugänglich ist, und auch für die Tatsache, dass er viele Annehmlichkeiten, wie einen großen Parkplatz bietet.


Weitere Informationen können Sie auf der offiziellen Website der Region Sardiniens erhalten: http://www.sardegnaturismo.it/it/punto-di-interesse/sorso

  • Chiesa_dei_Cappuccini
  • Folclore_a_Sorso
  • Palazzo_Baronale
  • San_Pantaleo